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  • Insulin vs. Glucagon

    Prof. Ben Bikman erklärt in dem Vortrag „Insulin vs. Glucagon“ der Low Carb Down Under Konferenz, nachzuhören auf YouTube, sehr gut das Zusammenspiel dieser beiden Hormone. Kurz gesagt ist Insulin das Essens-Hormon zum Aufbauen und Speichern von Körpermasse,  Glucagon das Fasten-Hormon zum Abbauen und Verbrennen von Körpermasse. Man spricht hier auch von anabolen und katabolen Hormonen. Sie werden beide in der Bauchspeicheldrüse hergestellt. Glucagon von den Alpha-Zellen, Insulin von den Beta-Zellen, und zwar auf antagonistische Weise: Entweder das eine oder das andere. Insulin hat durch Rezeptoren Einfluss auf Muskelzellen und Fettzellen. Glucagon nur auf Fettzellen und die Leber. Welche Folgen haben diese Einflüsse? Im anabolen Zustand, wenn wir Insulinausschüttungen haben, auch wenn sie durch Snacking oder Kaugummikauen noch so klein sind. Wir werden immer Körpermasse aufbauen, Fett und Muskeln, aber nicht abbauen. Denn sobald auch kleinste Mengen Insulin im Spiel sind hat Glucagon keine Chance die Fettzellen zum Abbau anzuregen und die Leber zum Verstoffwechseln des Fettes anzutreiben. Umgekehrt, wenn wir in einem fastenden Zustand sind, und keine Insulinausschüttungen haben, dann bewirkt Glucagon endlich ein Abbau von Fettmasse, eine Verarbeitung der ganzen Fettsäuren durch die Leber, übrigens auch bei solchen Leuten, die bereits eine Fettleber haben. Und, ein sehr positiver Effekt: Glucagon wird im fastenden Zustand keinen Abbau der Muskelmasse zur Folge haben. Denn es hat keine Rezeptoren an den Muskelzellen und somit darauf keinen Einfluss. Für alle, die bereits an einer Hyperinsulinämie leiden, ist die Situation nun besonders ungerecht. Und wie @lifesugarblog beschreibt, leiden vermutlich bereits sehr viele Menschen unter Hyperinsulinämie, lange bevor bei ihnen eine Insulinresistenz bzw. ein Diabetes vorliegt. Sie schütten wesentlich mehr Insulin aus als nötig. Deshalb ist bei ihnen Fettabbau auch wesentlich schwieriger als bei anderen. Grundsätzlich wird durch Kohlenhydrate sehr viel Insulin ausgeschüttet, durch Eiweiß etwas und durch Fett gar nichts. Wer also eine Hyperinsulinämie hat, der kann bereits in der Ketodiät mit zu viel Eiweiß zu viel Insulinausschüttungen haben, was den Fettabbau behindert und dauerhaft hungrig macht. In dem Fall ist es dann wirklich ratsam, den Fettanteil der Mahlzeiten stark zu erhöhen, um endlich in den Fettabbau zu kommen. Wer hätte das gedacht?

  • Von Keto zu Carnivore

    Zunächst war ich lange Zeit auf Keto. Ich aß riesige Schüsseln mit Salat, viel Gemüse, Nüsse und Samen. Eigentlich auch ziemlich vegetarisch mit etwas Fisch, Hühnchen und Milchprodukten. Im Grunde habe ich die perfekte Mittelmeer Diät praktiziert! Aber ab und an, meist am Wochenende überkamen mich dann Bingeattacken mit Keksen und Schokolade. Mein Gedanke war dann meist: „Ich hab es mir ja verdient, nachdem ich so strikt über die Woche hinweg war.“ Ich ging nicht in ein Fitnessstudio, war aber ziemlich aktiv, mindestens eine Stunde Bewegung am Tag und dazu noch körperliche Arbeit. Wahrscheinlich hatte ich auch nicht genug Schlaf. Dann wurde ich zum vollen Fleischfresser, hauptsächlich Schweinefleisch, Rindfleisch, Eier und etwas Butter. Ich ließ drei Kleidergrößen fallen, kein Binging mehr, bessere Laune, meine Haut wurde klarer, ich hatte viel mehr Energie und war nicht die ganze Zeit müde. Ich habe viel mehr Selbstvertrauen, aber ich denke wirklich, das hat mehr damit zu tun, wie ich mich fühle als wie ich aussehe.  Im Nachhinein denke ich, dass ich mit meinem Experiment Keto wahrscheinlich noch viel zu viel Kohlenhydrate gegessen habe, wie Samen, Nüsse, Süßstoff-Erythritol und Milchprodukte.  Auch das Gemüse und die Ballaststoffe sorgten dafür, dass ich noch an dem Gewicht festhielt. Ja, und nachdem ich sie eliminiert hatte, sah ich eine enorme Verbesserung. Es war für mich der natürliche Schritt, Pflanzen ganz auszulassen ... und ich habe nie zurückgeschaut.  Heute esse ich #animalbased und faste, wenn möglich monatlich drei Tage, sogar ohne zu trinken, sprich #dryfasting. Ich esse mehr Milchprodukte als früher und wenn ich etwas Süßes esse, kann mein Körper gut damit umgehen. Carnivore hat mir die Freiheit gegeben, zu essen was mir schmeckt und was WIRKLICH gesund und nährstoffreich ist, eben tierische Produkte, statt einfach Dinge, die vollstopfen, aber nicht richtig satt machen.        Wenn ihr Fragen an mich habt, so erreicht ihr mich am besten über Instagram unter @health__hunter oder via Mail unter gabihamm89@gmail.com .

  • Was ist Hormesis?

    Was ist Hormesis? Oder die Frage: Ist wirklich gegen alles ein Kraut gewachsen? In Wikipedia ist zu lesen: „Hormesis ist die von Paracelsus formulierte Hypothese, dass geringe Dosen schädlicher oder giftiger Substanzen eine positive Wirkung auf den Organismus haben können“. Hormesis bezeichnet also nichts anderes als die Verwendung eines „Gegengiftes“. Die Wirkung jedes Kräutertees fällt also quasi unter diese Kategorie. Übrigens gibt es Ratschläge, dass man nicht mehr als zwei bis drei Tassen Kräutertee zu sich nehmen sollte, denn die Dosis macht das Gift. Jetzt kann man also gegen das Wehwehchen A, welches man durch Pflänzlein B bekommen hat, das Kräutlein oder Pflänzlein C zu sich nehmen und gegen Wehwehchen D von Gemüse E den Samen F. Das hört sich dann am Kaffeetisch so an: „Also Broccoli ist gut gegen Blablabla, Tomaten sind gut gegen tralala und hast du gehört…, der chinesische Tee!“ Ich schweige in letzter Zeit nur mehr bei diesen Unterhaltungen und mir fällt erst jetzt auf, wie oft und unter wie vielen Leuten jeden Alters, vom Kindergartenkind bis zur alten Oma, und jeden Intellekts darüber geredet wird. Krebskranke sollen zum Beispiel Aprikosenkerne zu sich nehmen, in der Hoffnung, dass sie die Krebszellen abtöten. Aber wer sagt, dass nicht die intakten Zellen dadurch auch geschädigt werden? Die öffentlichen Medien warnen doch eigentlich nur vor Antibiotika und Hormonen in Fleisch, dabei gibt es auch natürliche Antibiotika und Hormone oder Giftstoffe, die wir tagtäglich durch unser Grünzeug zu uns nehmen, und zwar in größeren Mengen als diese Restrückstände im Fleisch! Da hörte ich in einem Podcast, dass Gingko- und Ginsengextrakte so gut zur kurzfristigen Konzentrationsfähigkeit. Der Moderator fragte dann, um wirklich sicher zu gehen, ob es auch ein harmloses Produkt sei: „Aber das ist schon alles natürlich, was sie uns hier an Präparaten empfehlen?... Dann bin ich ja beruhigt, keine Chemie.“ Ja, der Knollenblätterpilz ist auch rein pflanzlich, sollte man mal ausprobieren! Die Logik der Carnivoren ist hier eine andere: Einfach alles Kraut weglassen. Dann hat man nämlich gleich alle Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Wehwehchen von A bis E, ade…

  • Was und wieviel für beste Ergebnisse?

    Wieder einmal ein paar Tipps, die ich aus der www.meatrx.com Seite zusammengefasst und übersetzt habe. Welche Lebensmittel? Am größten ist meist der Anteil an Fleisch von Wiederkäuern, wie Rind, Lamm, Ziege, Reh, Elch, Bison, viele Leute essen außerdem Fisch, Hähnchen, Schwein. Innereien sind gut für eine extra Nährstoffquelle. Eier sind auch für die meisten Leute gut, sollten aber als Beilage gesehen werden. Manche Leute nehmen außerdem Milchprodukte zu sich. Viele fühlen sich allerdings besser ohne diese. Manche Leute bevorzugen A2 gegenüber A1-Milch, wegen Prolin statt Histidin in den Aminosäuren, manche Leute bevorzugen Rohmilchprodukte trotz des erhöhten Risikos an bakteriellen Infektionen, manche Leute vertragen nur Butter oder Butterschmalz, dagegen aber keinen Käse oder andere Milchprodukte, grundsätzlich wird davon abgeraten, flüssige Milchprodukte zu sich zunehmen, es sei denn derjenige möchte unbedingt an Gewicht zunehmen. Gewürze sind für manche Leute eine nette geschmackliche Abwechslung in der Diät. andere Leute haben damit entzündliche oder allergische Probleme gerade im Verdauungstrakt. Fette und Öle. Von Pflanzenölen wird grundsätzlich abgeraten. Es wird eher die Umstellung auf tierische Fette empfohlen. Gegen die Einnahme von Oliven- oder Kokosöl, die in der ketogenen Szene sehr beliebt ist, ist eigentlich nicht sehr viel einzuwenden. Man sieht darin aber auch keine Vorteile. Schmalz oder Talg aus tierischen Quellen sind für das Kochen oder Braten jedoch hitzebeständiger und schmecken außerdem besser. Rohes versus gekochtes Fleisch. Dr. Baker meint nicht, dass eines von beiden gegenüber dem anderen überlegen ist. Jeder sollte das für sich persönlich nach seinen Belieben entscheiden, aber auch bei rohem Fleisch die Gefahr der bakteriellen Infektion berücksichtigen und somit frisches und hygienisch reines Fleisch konsumieren, insbesondere für Leute, die eine geringere Magensäureproduktion haben. Wasser ist das beste Getränk bei Carnivore. Knochenbrühe ist ebenfalls eine mögliche Form der Flüssigkeitszufuhr, sollte aber ohne Gemüse hergestellt werden. Kaffee und Tee: Viele Leute fühlen sich besser, wenn sie kein Koffein oder Teein mehr konsumieren. Allerdings fällt es vielen leichter bei der Umstellung noch nicht auf Kaffee zu verzichten. Für genauere Informationen: Koffein wird von Pflanzen produziert, weil sie sich damit gegen ihre Fraßfeinde wehren möchten. Es ist also nichts anderes als ein Nervengift! Es wirkt als Stimulant auf das Nervensystem. So werden Leute wach und motiviert. Gleichzeitig beeinflusst es jedoch die Absorption von Mineralien negativ. Außerdem beeinflusst es den Appetit. Zunächst wirkt es appetithemmend, nach einer Weile jedoch appetitfördernd. Die appetitbeeinflussende Wirkung rührt von der Veränderung des Blutzuckerspiegels her. Zunächst wird der Blutzuckerspiegel erhöht. Durch die Adrenalinausschüttung möchte der Körper für „den Kampf oder die Flucht“ bereit sein und erhöht deshalb den Blutzuckerspiegel. Das hat aber wiederum eine Insulinausschüttung zur Folge, was wiederum danach einen zu niedrigen Blutzuckerspiegel zur Folge hat. Dann kommt der Hunger. Nicht zuletzt wirkt sich Koffein auf den Schlaf aus. Denn es führt dazu, dass die Rezeptoren für Melatonin in der Zirbeldrüse abstumpfen. Die Kaffeeentwöhnung führt allerdings zu Kopfschmerzen. Kaffee und insbesondere schwarzer Tee enthalten viel Oxalsäure. Alkohol: Es ist kein gesundes Lebensmittel und deshalb grundsätzlich nicht zu empfehlen. Manche Leute konsumieren aber dennoch weiterhin kleine Mengen Alkohol, um ihr soziales Leben nicht zu sehr einzuschränken. Es gibt Hinweise, dass gesättigte Fette die Leber gegen Schädigungen von Alkohol schützen, weshalb etwas Alkohol mit einer carnivoren Ernährung vielleicht nicht so schädlich ist wie mit einer anderen Ernährungsform. Süßstoffe, wie Stevia, Erythrit, Xylit oder Flüssigsüßstoffe: Grundsätzlich ist es wichtig von Süßstoffen jeglicher Art loszukommen, da das ein natürlicheres Verhältnis zu Essen ermöglicht. Deshalb sollte man sich mindestens 6 Monate lang ganz von allen Süßstoffen lossagen. Verarbeitete Fleisch- und Wurstwaren: Hier sollte man die Inhaltsstoffe dieser Produkte genau unter die Lupe nehmen. Manche verarbeitete Fleisch- oder Wurstprodukte enthalten Soja, Pflanzenöle oder Gluten. Davon ist natürlich schwer abzuraten. Die meisten Wurstprodukte enthalten aber „nur“ Gewürze oder Nitritpökelsalze, gegen die es wenige Einwände gibt, außer man ist sehr empfindlich gegenüber Gewürzen. Allerdings sollte niemand eine Ernährung ausschließlich mit Wurstprodukten haben. Gras- oder getreidegefüttertes Fleisch: Dies ist ein kontroverses Thema, bei dem sich jeder selbst seine Meinung machen sollte. Insbesondere ist eine positive Auswirkung auf den eigenen Omega-3-Spiegel bei reinem grasgefütterten Fleisch nicht erwiesen! Unter den Carnivoren n den USA gibt es unzählige Fälle, denen es sehr gut mit nur getreidegefüttertem Fleisch ohne Supplemente und ohne Innereien geht! [Über die Sojafütterung habe ich bereits an anderer Stelle einen Beitrag geschrieben.] Grundsätzlich ist es für viele vielleicht auch eine Frage des Geldes, welches Fleisch man sich leisten kann. Die carnivore Diät ist zwar in vielerlei Hinsicht günstiger als die Standardernährung, weil einfach große Mengen an teurem Gemüse, Obst, Nüssen, Getränken, Süßigkeiten und Backwaren wegfallen. Auch kann man durch viele Innereien und einen hohen Anteil an Fett viel Geld sparen. Dennoch sind diese Quellen direkt vom Schlachter nicht für alle Leute verfügbar. Dann wird man wohl doch auf das günstigere getreidegefütterte Fleisch zurückgreifen wollen. Und schließlich gibt es auch Leute, denen getreidegefüttertes Fleisch besser schmeckt als grasgefüttertes. Wie zum Beispiel beim Wagyu-Beef. Welche Mengen soll ich essen? Hier gibt es eigentlich keine festen Richtlinien. Im Durchschnitt essen die Leute je nach Fettgehalt und je nach Statur und Energieverbrauch zwischen 400 g und 800 g Fleisch pro Tag. Man sollte sich hier sehr stark nach dem Hungergefühl richten. Wer sich müde oder schlapp und lustlos fühlt, der sollte vielleicht die Mengen erhöhen. Wie oft soll ich essen? Die meisten Leute essen ein bis zwei Mahlzeiten am Tag. Das Problem mit einer Mahlzeit am Tag (OMAD) ist meist, dass die Mengen, die in dieser einen Mahlzeit gegessen werden, für viele zu groß sind. Auch hier sollte man sich nach dem Hungergefühl richten! Es ist wichtig, auf den Körper zu hören! Wann sollte ich essen? Grundsätzlich sollte man immer essen, wenn man hungrig ist! Die meisten Leute möchten ihre letzte Mahlzeit nicht zu spät nehmen, weil das dem Schlafrhythmus nicht gut tut. Wie hoch sollte der Eiweiß- und Fettanteil sein? Es wird angeraten, eher die fetteren Stücke vom Fleisch zu essen. Das wären beim Rind Teile aus der Hohen Rippe (ribeye), Zwerchrippe (shortrib), Rinderbrust (brisket) oder Kronfleisch (skirt steak), Ochsenschwanz. Der Mittelwert für die Eiweißaufnahme liegt bei 2 g pro kg fettfreie Körpermasse, einige werden weniger, einige Leute mehr zu sich nehmen. Im Gegensatz zur Standardernährung muss man sich keine Sorgen um die Eiweißversorgung bei Carnivore machen. Einige Leute empfinden einen höheren Fettanteil in der Nahrung als sättigender. Wer sich sehr um einen stählernen Körper sorgt, der wird vermutlich nach längerer Zeit mit der Carnivoren Ernährung magerere Fleischstücke bevorzugen. Dafür haben diese Leute aber häufiger mit Hunger zu tun. Umgekehrt gibt es auch Leute, die berichten, dass sie erst mit fettreicherem Essen eine Gewichtsabnahme erreichen.

  • Basische Ernährung

    Die Theorie mit der basischen Ernährung war mit immer schon sehr suspekt. Warum sollte eine Zitrone basisch auf den Körper wirken und ein neutrales Steak sauer? Deshalb habe ich mich sehr gefreut, dass Moritz Schäfer, alias @mo.magnon, sich vor einiger Zeit die Mühe gemacht hat und einen ausführlichen Artikel zu diesem Thema geschrieben hat. Wieder einmal ist es eigentlich erstaunlich schockierend, dass solch eine alte Theorie ohne wissenschaftliches Fundament für so lange Zeit von so vielen Medizinern einfach nicht angezweifelt wird! Also der Urheber dieser Theorie war der Schwede Dr. Ragnar Berg. Er führte zwei Experimente aus. Zunächst verbrannte er diverse Lebensmittel und nahm anschließend den PH-Wert der Asche auf. Er dachte, wenn in unserem Körper einen Vorgang der Oxidation abläuft, dann ist das ähnlich zu einem Verbrennungsprozess. Die Asche von Zitrusfrüchten und Pflanzlichem enthielt nurmehr basenbildende Mineralien wie Magnesium, Kalium oder Kalzium, die Asche von tierischen Produkten dagegen viel säurebildende Stoffe wie Phosphor und Schwefel. Was er aber nicht berücksichtigt hat, ist die Tatsache, dass bei der Verbrennung der säurebildende Wasserstoff verdampft. Das geschieht in unserem Organismus bei der Verstoffwechslung natürlich nicht. Dann nahm Dr. Berg Messungen im Urin vor und stellte fest, dass man nach dem Konsum von Pflanzlichem einen eher basischen PH-Wert und nach dem Konsum von Tierischem einen etwas sauren PH-Wert hatte. In unserem Körper gibt es aber saure Bereiche (Magen, Scheide, Haut) und basische Bereiche (Knochen, Dünndarm, Blut). Deshalb verfügt unser Körper auch über einen perfekten Mechanismus, um Basen und Säuren herzustellen. Er nutzt dazu Wasser und Kochsalz (NaCl) und erzeugt daraus entweder Salzsäure (HCl) oder Natriumhydroxid (NaOH), alias Natron. Nimmt man also Säuren zu sich, dann muss der Körper Natriumhydroxid herstellen, um diese auszugleichen. Das tut er nur, wie bei Insulin gegen Blutzucker im Überfluss, so dass die basische Seite etwas zu stark wiegt und der Urin basisch wird. Mit tierischen Produkten bleibt der Urin so sauer wie er es natürlicherweise ist. Kein Anzeichen von negativem Stoffwechsel. Moritz hat noch wesentlich mehr Details in seinem pdf-Dokument aufgeführt, unter anderem den Warburg-Effekt, bei dem durch Zucker und viele Kohlenhydrate in der Ernährung ein dauerhaft saures Milieu im Körper entsteht mittels Vergärung. Gerne zum Nachlesen unter www.momagnon.com.

  • Unser Hirn ist geschrumpft!

    Hilfe! Wir haben unser Hirn geschrumpft! Was unterscheidet den Menschen vom Tier? Was macht uns gegenüber den Tieren so überlegen? Die Tatsache, dass unser Hirn 2 % des Körpergewichts ausmacht und 25 % unseres Energiebedarfs benötigt. Das nächste Tier, welches an diesen Wert näherungsweise herankommt, ist der Delphin mit 1 %des Körpergewichts. Schimpansen und Gorillas kommen auf 0,9 % bzw. 0,3 %.Doch unsere Überlegenheit gegenüber der Tierwelt ist am Abnehmen, denn unser Hirnvolumen betrug vor 30 000 Jahren noch durchschnittlich1500 Kubikzentimeter und heute 1350.Für eine Erklärung dieses Phänomens genügt es, sich zu überlegen, wie unser Hirn eigentlich so groß geworden ist. Dadurch, dass der Mensch mit einfachen Werkzeugen hantieren konnte, begann er aus Tierkadavern, an denen sonst alles Fleisch abgeknabbert war, das Knochenmark und das Hirndurch Herausschlagen zu gewinnen. Beide enthalten wie unser Hirn einen großen Anteil an ungesättigten tierischen Fettsäuren, vor allem aber das Hirn. Dass das menschliche Hirn in dieser Zeit besonders stark gewachsen ist, zeigen wohl Funde aus der tansanischen Steppe. Somit ist es logisch, dass wir seit Änderung unserer Kost hin zu mehr pflanzlichen Bestandteilen, einen Rückgang im Gehirnvolumen verzeichnen müssen. Diese Infos habe ich unter anderem aus Dr. Nicolai Worms Buch „Syndrom X“ aus dem Kapitel „Hirn fürs Hirn“. Da sich vor einigen Jahren einmal ein BSE-Rind nach Deutschland verirrte, dürfen seitdem keine Rinderhirne mehr verzehrt werden. Es bleiben uns also nur Knochenmark vom Rind oder Schweinehirne, die man in jeder Metzgerei fast umsonst erwerben kann. Wer sich außerdem noch für unsere Hirngesundheit interessiert: Die Versorgung des Hirns mit Ketonen als Brennstoff statt ausschließlich mit Glucose wird von Ulrike Gonder als Mittelgegen Alzheimer und Demenz als sehr effizient angepriesen, von Dr. Natasha Campbell-McBride auch gegen Autismus, ADHS und Legasthenie bei Kindern!

  • Heuschnupfen

    Heuschnupfen an – Heuschnupfen aus! Mit dem Ketostoffwechsel den Schalter umlegen! Ein sicheres Zeichen dafür, ob ich im Keto-, also Fettstoffwechsel, oder im Kohlenhydratstoffwechsel bin, merke ich am Heuschnupfen. Dieser ist nämlich sofort weg, wenn ich im Ketostoffwechsel bin.Heuschnupfen ist eine Autoimmunreaktion oder -erkrankung, eben eine Allergie. Warum ist sie in der Ketose sofort wesentlich leichter oder gar wie ausgeschaltet? Inzwischen kann ich mir dieses Phänomen durch zwei Aspekte erklären: Zum einen wirken Ketonkörper antientzündlich. Julia Tulipan @paleolchat das in ihrem Vortrag beim LCHF-Kongress 2020 sehr detailliert ausgeführt. Außerdem gehen alle Autoimmunerkrankungen vom durchlässigen Darm aus. Die ungespaltenen pflanzlichen Lektine durchdringen die Darmwand und schwirren dann als Fremdeiweiß in unserem Körper umher. Dieser erkennt den Feindnatürlich und beginnt mit der Autoimmunabwehr. Ich habe einen Heuschnupfengegen Gräser. Die Lektine, die mir da zu schaffen machen, die von meinem Körperattackiert werden, sind die Lektine der Gräser und somit des Getreides. Wenn ich in meiner ketogenen Ernährung kein Getreide zu mir nehmen, durchdringen deren Lektine nicht meine Darmwand und sind für meinen Körper keine bösen Fremdlinge. Er reagiert also nicht mit einer Autoimmunreaktion.

  • Dein Herz braucht Ketone!

    In diesem Beitrag möchte ich Infos von Dr. Stephen Hussey @drstephenhussey aus dem HPO-Podcast-Interview #149 weitergeben. Stephen hat viele Nachforschungen zur Ursache von Herzinfarkten betrieben und darüber das Buch „The Heart“ geschrieben. Aus den anatomischen Berichten von Dr. Giorgio Baroldi weiß er, dass 50 % der Herzinfarktpatienten eigentlich keine ausreichende Arterienverkalkung für einen Herzinfarkt aufweisen, teilweise sogar gar keine. Kann also Arterienverkalkung als Hauptursache für den Herzinfarkt ausgemacht werden? Dr. Hussey vermutet ein weiteres Versorgungsproblem des Herzens. Die Herzzellen, so behauptet er, verbrennen lieber Fett oder Ketone als Glucose. Das sei auch der Grund weshalb es keinen Krebs des Herzens gibt. Ein Herz verbrennt, wenn möglich zu 70 % Fette. Außerdem erhöht sich die Leistungsfähigkeit des Herzens um 28 %, wenn der Körper im Fettstoffwechsel ist. Ist ein Mensch nicht fettadaptiert und auch nicht im Ketostoffwechsel, zwingt er sein Herz, Glucose zu verbrennen. Dies führt bei zusätzlichem Stress oder starker Belastung des Herzens zu hohen Mengen an Milchsäure (lactic acid). Beim Herzen ist Angina die Folge bzw. ein brennender Schmerz (heartburn). Erleidet das Herz dauerhaft oder häufiger diesen Zustand, können die Zellen des Herzens kein Calcium aufnehmen, was zur Kontraktion des Muskels benötigt wird. Dadurch entstehen Ödeme, also wassergefüllte Zellen, die auch absterben können. Diese Ödeme blockieren die Zu- und Abflüsse zum Herzen. Ich finde diese Theorie logisch, denn nur das erklärt, weshalb Ausdauersportler gelegentlich meist gegen Ende eines Dauerlaufs einen plötzlichen Herztod erleiden. Und man kann sich gut vorstellen, dass dies hauptsächlich bei nicht-fettadaptierten Sportlern der Fall ist. Dr. Stephen Hussey betont, dass auch psychischer Stress und oxidativer Stress durch Giftstoffe vermieden werden sollte. Denn diese beiden Formen erhöhen den Adrenalinspiegel, was wiederum die Glucoseverbrennung statt der Fettverbrennung ankurbelt und das für das Herz eben sehr schlecht ist.

  • Die Machenschaften von Big Pharma!

    Die Machenschaften von Big Pharma! Einblicke von Peter C.Gøtzsche Stellt euch vor, ihr geht nächstes Mal zum TÜV - ohne euerAuto. Es genügt, wenn ihr dem TÜV eine Checkliste vorlegt, die ihr selberabgehakt habt. Das TÜV-Siegel wird gedruckt…Kaum vorzustellen, aber so beschreibt Peter C. Gøtzsche die Zusammenarbeit zwischen den Regulationsbehörden FDA in den USA bzw. ESA in Europa und den Pharmafirmen. Und wehe es klagt jemand gegen die Zulassungen! Dazu besitzen beide Institutionen Immunität. Nur schwere Betrugsfälle dürfen angezeigt werden. Wie halbherzig die Zulassungen sind, wird aber klar, wenn man sieht, dass 51 % der Beipackzettel nach der Vermarktung der Medikamente geändert werden müssen. In einer Umfrage hätten auch 71 % der FDA Mitarbeiterzugestimmt, dass die von der FDA erlaubten Pharmaka nicht sicher seien. Die gesamte Entwicklung von Medikamenten ist in der Hand der Pharmakonzerne. Selbst die Dokumente, die währenddessen geschrieben werden, dürfen gar nicht von Wissenschaftlern eingesehen werden. Sie bleiben in den Konzernen unter Verschluss. Eine Vorschrift lautet, dass jedes neue auf den Marktkommende Medikament durch zwei placebo-kontrollierte Studien getestet worden sein muss. Was sich auf den ersten Blick toll anhört, ist aber nicht so prima. Meist können die Placebos von den Ärzten und Patienten unterschieden werden. Und schon ist die Objektivität bei der Wirkungsweise dahin. Es entstehen subjektive Berichte. Was dagegen wichtiger wäre, so meint Gøtzsche, wäre ein Vergleich mit älteren günstigeren Medikamenten gegen dasselbe Symptom. Das ist aber nicht erforderlich. Es wird dann trotzdem behauptet, dass das neue Medikament besser als das alte sei. Medikamente werden meist an jungen undnicht an den betroffenen älteren Menschen getestet. Sie werden auch immer einzeln getestet. Das heißt, die Effekte, die bei Polypharmazie auftreten, also wenn man mehrere Medikamente gleichzeitig einnimmt, bleiben unerkannt. Alle Medikamente verursachen Schäden in unserem Körper, sonst wären sie ja ineffektiv und wirkungslos. Man muss also immer abwägen, ob der Nutzen oder der Schaden bei dem betreffenden Mittel größer ist. Am größten seien diese Schäden bei Psychopharmaka und bei Statinen, so Gøtzsche. Hierwerden auch Nebenwirkungen großzügig unter den Teppich gekehrt. Von allen wirtschaftlichen Branchen besitzt die Pharmaindustrie die größten Gewinnmargen. Und das, obwohl sie Strafzahlungen wegen falscher Etikettierung oder Schadensersatzansprüchen bereits in ihre Kalkulationen mit einbezieht. In den Ausgaben der Pharmafirmen ist die Entwicklung und das Testen von Medikamenten nur ein kleiner Posten.Medizinische Zeitschriften sind auf die Werbegelder von Pharmafirmen angewiesen. Kein Wunder, dass sie vielfach zum Gefallen der Pharmakonzerne berichten. Eine heimliche Form der Unterstützung wird durch Extraauflagen getätigt. Die Pharmafirma kauft der Zeitschrift große Mengen an Exemplaren ab und verschenkt sie weiter an Ärzte, Apotheken und Institutionen.Was ich jetzt hieraufgezählt habe, ist nur ein kleiner Einblick in dieses Buch. Peter Gøtzsche hat wirklich akribisch gearbeitet und alles mit Referenzen belegt! Mir kommt es deshalb sehr seriös vor. Und gerade deshalb war ich so schockiert über dieganzen Inhalte. Also nur zum Weiterlesen zu empfehlen!!

  • Interview bei Julia Tulipan

    Es hat mich total gefreut, dass ich von Julia Tulipan zu einem Interview auf ihrer Evolution Radio Show eingeladen wurde! Der deutschsprachige Podcast über die ketogene Ernährung. Er ist sowohl als YouTube Video unter Julia Tulipan zu finden, also auch auf allen gängigen Podcast Plattformen unter Evolution Radio Show. Wir sprachen über meine gesundheitlichen Verbesserungen durch Carnivore, allgemeine Ratschläge zur Umsetzung dieser Ernährungsweise und über deren Nachhaltigkeit in einer Welt, in der man davon ausgeht, dass nur Pflanzliches ökologisch und ethisch sinnvoll ist! Hier werdet ihr einmal Argumente von der anderen Seite hören und es wird euch vielleicht erstmals bewusst, dass unser Glauben diesbezüglich mehr auf Manipulation als auf wissenschaftlichen Fakten beruht.

  • Carnivore CO2 - Fußabdruck

    Heute wurde ich gefragt, ob ich nicht ein schlechtes Gewissen hätte, wenn ich mich nur von tierischen Produkten ernähre. Es sei ja bekannt, dass der CO_2-Abdruck beim Fleischkonsum soo viel größer sei als bei pflanzlichen Produkten. Ich behaupte nach dem Standpunkt meines aktuellen Wissens, dass diese zur Zeit in den Medien kursierende These schlichtweg falsch ist. Warum, werde ich im Folgenden aufzeigen, doch ich bitte jeden, der jetzt weiterliest, auch meinen Beitrag „Gibt es eine Verschwörung gegen unsere Gesundheit?“ zu lesen. Dann weiß man nämlich, wer in unserer Welt die Fäden zieht. Keiner der großen Lebensmittelkonzerne verarbeitet viel Fleisch! Ich frage mich, warum gerade viele Linksaktivisten, die sich sonst gegen die Großindustrie wehren, gerade was das Thema Fleischkonsum anbetrifft, dieser nur so zuarbeiten. Dann möchte ich noch einen zweiten Gedanken vorneweg richten, der nur indirekt mit dem Thema zu tun hat, ob Fleisch einen höheren CO2 Konsum zur Folge hat. Wenn der Fleischkonsum nämlich, wie sich unter der Carnivore-Bewegung in den USA zur Zeit herausstellt, eine so viel bessere Gesundheit zur Folge hat, ist es dann nicht energetischer Blödsinn ein Volk voll lauter kranker Leute zu haben, die auf Medizin und sonstige Nahrungsergänzungsmittel angewiesen sind. Der CO2-Ausstoß der Pharmabranche ist in den USA nämlich bereits um ein Vielfaches größer als der durch die Viehhaltung entstandene. Die ideale Umgebung für Wiederkäuer ist die Weidehaltung. Keine andere Form. Getreide, Soja und Mais machen die Tiere genauso wie uns krank. Damit ist auch der Konsum von Milchprodukten in Frage zu stellen, denn dazu müssen die Rinder Kraftfutter erhalten. Die Produkte, die „umweltbewusste“ Leute zur Zeit bei uns verzehren, kommen zu einem großen Teil von weit her. Das betrifft Früchte, Öle, Getreide und Soja. Energieverschwendung durch Transportwege werden nicht berücksichtigt. Regionalität als Carnivore ist bei mir eine hohe Prämisse! Die Weiterverarbeitung von Getreide und Hülsenfrüchten zu allen möglichen Produkten benötigt viel Energie und Verpackungsmaterial! Wer carnivore lebt, der schreckt auch meist nicht vor Innereien, Knochen und Unmengen an Fett zurück, die von all den Leuten im Kohlenhydratstoffwechsel als eklig empfunden werden. Wir sind also auch gute Resteverwerter und produzieren wenig Abfall. In der Weidehaltung ist Bewässerung nicht nötig. Jeder Tropfen Regenwasser wird von dem Humus aufgenommen und versickert nicht wie auf Ackerflächen. Dass die Nussplantagen in Californien den Grundwasserspiegel senken, ist bekannt. Auch der Avocadoanbau verbraucht Unmengen an Wasser. Die Kokos- oder Palmölplantagen verdrängen den Regenwald. Weidetiere verwandeln tatsächlich das anspruchslose Gras in besten Eiweißnährstoff mit großer biologischer Verfügbarkeit für uns. Ohne tierische Eiweiße müssen wir wesentlich größere Mengen an pflanzlichen Eiweißen zu uns nehmen, scheiden aber wesentlich mehr ungenutzt aus! Dazu kommt, wie ich bereits in einem weiteren Beitrag geschrieben habe, dass 60 % unserer weltweiten landwirtschaftlichen Flächen zu nährstoffarm oder klimatechnisch zu ungünstig für den Anbau von Getreide oder gar Hülsenfrüchten sind. Sollen diese Flächen versumpfen? Dann hätten wir wirklich ein Problem mit der Ernährung der Weltbevölkerung. Laut Studien von Professor Frank Mitlöhner an der UC Davis Universität widerlegen die neuesten Behauptungen bei Weitem, dass die CO2 Emissionen der Wiederkäuer so hoch sind. Die größten Anstiege beim Methan rühren übrigens vom Fracking hat man herausgefunden, denn die Zahl der Wiederkäuer hat nicht zugenommen in der letzten Zeit. Inklusive Futtermittelherstellung, Methanausstößen, Dung und Transport kommt man für die USA auf einen Wert von 3,3 %, in Irland, mit viel Weidehaltung, aber kaum Industrie, auf 33 %. An diesen Zahlen muss also ganz stark herumgedoktert worden sein. Und da sind wir wieder bei den Interessen….

  • Tipps zum Einstieg!

    Eine Zusammenfassung aus meinem Carnivore Coaching Kurs bei www.meatrx.com 1. Wie bei jeder Änderung des Lebensstils, kann man auch bei Carnivore auf zwei Weisen vorgehen. a. Die sofortige Umstellung: Sie ist vermutlich mit mehr Nebenwirkungen, wie Kopfschmerzen, Müdigkeit, Verdauungsprobleme oder Oxalatausschüttungen behaftet. Dafür sind die positiven Effekte dann aber auch schneller zu spüren. Sie ist eher jungen Leuten zu raten oder solchen, die bereits eine ketogene Ernährung durchgeführt haben. b. Die langsame Umstellung, vermutlich mit weniger Nebenwirkungen, aber dafür einem längeren Zeitraum, bis die positiven Effekte zu spüren sind. Sie ist eher älteren Leuten anzuraten oder solchen, die bisher sehr kohlenhydratreich gegessen haben und natürlich für Leute, die viele Medikamente aufgrund von bereits bestehenden metabolischen Erkrankungen einnehmen. Auf diese Weise ist auch eine langsame Reduktion von Medikamenten, begleitet durch den Arzt, besser möglich. 2. Umstellung von ballaststoffreicher Nahrung: Manche Leute erfahren keine Verdauungsbeschwerden, wenn sie Ballaststoffe weglassen. Für viele Leute, die bereits einen empfindlichen Magen-Darm-Trakt haben, ist es jedoch sinnvoll, sich 4-6 Wochen Zeit zu nehmen, um von den Ballaststoffen wegzukommen. Dazu die Menge an Ballaststoffen jede Woche um 25 % reduzieren. 3. Umstellung von kohlenhydratreicher Nahrung: Hier ist wie auch bei Ballaststoffen eine Reduktion um 25 % pro Woche empfohlen für diejenigen, die vorher nicht schon ketogen oder low carb lebten. 4. Umstellung auf oxalatfreie Nahrung: Plötzliches Weglassen von oxalsäurehaltigen Nahrungsmitteln kann zu Problemen führen. Werden nämlich keine oxalsäurehaltigen Lebensmittel mehr zugeführt, geschieht eine Ausleitung der Oxalsäure aus dem Körper. Dies kann sich zum Beispiel in Hautausschlägen äußern. Oxalate sind insbesondere in Mandeln, dunkler Schokolade, grünem Blattgemüse und Beeren enthalten. 5. Umstellung der Nahrungsmengen: Zu Beginn wird der Körper sehr viele Nährstoffe auffüllen müssen. Außerdem möchte man die bisher negative Einstellung zum Essen und zu Kalorien loswerden. Deshalb sollte man zu Beginn bis zur Sättigung zu essen. Die Anzahl der Mahlzeiten sollte sich auch nach dem Appetit richten. Die meisten Leute werden nur ein- bis zweimal am Tag essen wollen. Aber manche werden mehrfach täglich das Bedürfnis nach einer Mahlzeit haben. Alleine, um die Gelüste nach anderen Mahlzeiten zu unterbinden, ist es wichtig, möglichst ungehemmt carnivore Mahlzeiten zu sich zu nehmen. Es ist ratsam, mehr zu kochen als man benötigt, um im Falle von Hunger schnell etwas griffbereit zu haben, das nicht kohlenhydratreich ist! Außerdem ist es wichtig, das Essen zu genießen. Deshalb möchten viele eine große Vielfalt an tierischen Lebensmitteln zu Beginn nicht missen. Auch wer noch gerne Gewürze mag, kann diese mit einbeziehen. Manche werden gerne Käse und Milchprodukte konsumieren. 6. Umstellungsprobleme wie Kopfschmerzen, Müdigkeit können durch folgende Maßnahmen erleichtert werden: Größere Essensmengen, mehr Salze zu sich nehmen. Übelkeit oder Reflux durch eine Zugabe von Enzymen, wie betaine HCL oder Lipase und Protease. Durchfall durch weniger Fett oder weniger Eiweiß. Das muss man selbst abschätzen. Die Adaptionszeit wird zwischen zwei Monaten und einem Jahr für viele betragen! 7. Biohacking: Das Zählen von Kalorien oder Makronährstoffen, also Kohlenhydraten, Eiweiß und Fett, wird auf alle Fälle nicht empfohlen! Denn es ist ja für die Zukunft wichtig, endlich auf seinen Körper zu hören! Auch das ständige Messen von Ketonen oder Blutzucker ist für viele sicher kontraproduktiv, da es eher Ängste hervorrufen könnte.

  • Filmtipp: Das System Milch!

    Allen, die nicht nur an ihrer Gesundheit, sondern auch am Tierwohl und unserer Umwelt interessiert sind, empfehle ich diesen Film unbedingt zu sehen! Er zeigt auf, wie sehr die Bauern durch staatliche Subventionen und durch die immer größer werdende Milchindustrie zur Herstellung möglichst günstiger Milch getrieben werden und europäisches Milchpulver sogar in Afrika Preisdumping für deren heimische Produkte zur Folge hat. Gleichzeitig ist das Futter und die Haltung dieser Milchmaschinen namens Kühe in keinster Weise artgerecht. Auch, dass Milch gesundheitliche Vorteile bringt, wird in diesem Dokumentarfilm angezweifelt. Schon gar nicht in der Form, wie sie heute konventionell hergestellt wird. Da ist es geradezu widersprüchlich und unverständlich, dass Vegetarier Milchprodukte als gesund und moralisch wertvoller als Fleisch ansehen. In der biologischen Landwirtschaft wird hier viel stärker auf das Tierwohl Rücksicht genommen, die Milch enthält mehr Nährstoffe und wird teilweise roh zu Käse verarbeitet, was auch gesundheitliche Vorteile bringt. Meiner Ansicht nach ist der Konsum von Milchprodukten aber grundsätzlich in Frage zu stellen, aus der Sicht des Umweltschutzes, des Tierwohls und auch unserer Gesundheit. Für mich ist die Mutterkuhhaltung für Rinder das Natürlichste, wo die Kuh nur Milch für ihre Kälber aufbringen muss und eine reine Grasfütterung möglich ist. Kein Wunder, dass die Kühe dort ein Alter von bis zu 20 Jahren erreichen im Gegensatz zu 3 bis 4 Jahren in der konventionellen Milchwirtschaft. Der Film ist zur Zeit noch in der Mediathek des ARD nachzusehen.

  • Filmtipp: The Magic Pill

    Noch informativer als der neue Film „The Fat Documentary“ und ein gutes Pendant gegen den fingierten und von der Großindustrie finanzierten Film „The Game Changers“ möchte ich euch heute diesen Film „The Magic Pill“ ans Herz legen. Es geht kurz um unsere Gesundheit, die durch zu viele Kohlenhydrate und zu viele pflanzliche Saatenöle und zu wenig tierisches Fett und Eiweiß immer stärker leiden muss. Als Beispiel fungieren auch die Eingeborenen Australiens, die durch unsere Ernährung eine extrem hohe Diabetesrate bekommen haben, Kinder bei uns, die immer häufiger an Autismus und Epilepsie erkranken, unsere Allergien allgemein, Asthmaerkrankungen, Demenz und Krebs. Als ideale Ernährungsweise für unser Hirn wird die ketogene Ernährung vorgestellt. Es geht nicht darum dauerhaft in Ketose zu sein, aber zumindest fettadaptiert, alleine das bedeutet schon enorme gesundheitliche Verbesserungen und natürlich das Wissen um gesunde Ernährung. Die Landwirtschaft wird durchleuchtet. Die Nachteile des Ackerbaus, der so chemie- und bearbeitungsintensiv ist, der unseren Humus und damit unseren CO2-Speicher zerstört, die falsche Getreide-, Mais- und Sojafütterung, die auch die Tiere krank macht. Und die Weidehaltung wird durch das "holisitc farming" Konzept von Joel Salatin als ideale Form der Tierhaltung dargestellt. Gerade für meine bockigen Teenager-Jungs war der Film wieder einmal gut, um ihnen den Kopf zu waschen, dass es mit der Gesundheit bei ihrer Lebensweise bald schlechter wird.

  • Nicht-alkoholische Fettleber

    Mit Fruchtsäften zur nicht-alkoholischen Fettleber! Da meinen die guten Eltern zu oft, dass der Fruchtsaft so gesund ist für die lieben Kleinen, weil er so viele Vitamine enthält und das bisschen Fruchtzucker nicht schaden kann. Man hielt Fruchtzucker eine Zeit lang auch für Diabetiker als möglichen Süßstoff, weil er einen geringeren Insulinausstoß zur Folge hat als regulärer Zucker. Das liegt aber daran, dass er zunächst in der Leber in Glucose umgewandelt werden muss. Da unser Körper aber meist keinen Mangel, sondern eher einen Überschuss an Glucose hat, wird dieser Fruchtzucker von der Leber in Fett umgewandelt. Und dieses Fett wird gleich in der Leber oder drum herum (viszerales Fett) gespeichert. Bei normalem Haushaltszucker ist die Sache nicht viel besser, denn dieser besteht zur Hälfte aus Fruchtzucker. Aber auch Glucose wird in der Leber zu Fett umgewandelt, allerdings nicht so stark wie der Fruchtzucker, denn einiges davon geht ja zunächst ins Blut und dann in die Zellen. So hat man bei Probanden, die Cola versus Milch getrunken haben, einen um 400 % höheren Zuwachs an viszeralem Fett in der Leber diagnostiziert. Auch bei schlanken Menschen! Außen hui innen pfui. Sogar bei vielen jungen Leuten, so berichtete mir vor einiger Zeit ein Arzt, sieht er im Ultraschall immer häufiger eine stark verfettete Leber. Da muss ich an meinen Schwiegervater denken, dem die Ärzte aufgrund seiner schlechten Leberwerte den Alkohol verboten haben. Er trank daraufhin Jahrzehnte lang nur mehr Fruchtsäfte und starb schließlich an Leberzirrhose. (sprich Leberzersetzung) Warum ist dies so besorgniserregend? Nun die Fettleber ist ein starker Indikator für eine später entstehende Insulinresistenz, sprich Diabetes und für Arterienverkalkung, sprich Herzinfarkt. Ein Fruchtsaft richtet also mehr Schäden an als der Volksmund je zu glauben vermag. Auch unser heutiges Obst, alljährlich serviert, ist so groß und süß gezüchtet worden, dass es unseren Organismus im selben Maße überfordert. Lediglich Beeren besitzen als „Urobst“ noch einen moderaten Gehalt an Zucker. Übrigens ist auch Honig eine stärkere Fruchtzuckerquelle als normaler Haushaltszucker, denn er enthält Fructose zu Glucose im Verhältnis 2:1 statt 1:1. Weiterhin interessant ist es, bei den Inhaltsstoffen von Süßigkeiten auf Fructose-Glucose-Sirup zu achten. Dieser enthält im Gegensatz zum Glucose-Fructose-Sirup mehr als 50 % Fructose und ist deshalb auch noch bedenklicher als jegliche andere Form von Zucker. Wer mehr zu diesem Thema der Fettleber und den Folgeschäden lesen möchte, der kann das Buch „Menschenstopfleber“ von Nicolai Worm dazu lesen. Noch ein Nachtrag zum Thema Fruchtzucker ohne Leber: Wir haben bei meinem Sohn eine ganz andere Form der Fruchtzuckerintoleranz zu spüren bekommen. Er bekam immer im Nachmittagsunterricht Magenkrämpfe. Wie wir nach einem oralen Atmungstest festgestellt hatten, hatte er eine Fructoseintoleranz bei der Darmresorption. Man hätte ja beinahe meinen können, dass er psychische Probleme mit der Schule hatte. Aber es war die gute alte Apfelschorle, die er sich nur dann während der langen Mittagspause an diesem einen Tag der Woche gönnte.

  • „Fett macht Fett"

    Ernährungsmythos: Fett macht fett! Im Gegenteil! Wer mehr Fett isst, ist auf Dauer schlanker, nachzulesen z.B. im Buch „Mehr Fett!“. Wer sich fettarm und kalorienarm ernährt, nimmt in der ersten Zeit ab. Allerdings ist diese Diät nicht lange durchzuhalten, weil die Hormone, die zufrieden und glücklich machen, unzureichend produziert werden. Über kurz oder lang gibt man die Diät auf. Unsere Gesellschaft isst große Mengen an fettarmem Essen, mit vielen Zwischenmahlzeiten. Seitdem werden wir immer dicker. Das hat große und häufige Insulinausschüttungen zur Folge. Insulin hemmt die Fettverbrennung und schleust den Zucker in die Zellen. Dort wird er entweder verbrannt (Zappel- oder Zuckelphilipp) oder in Fett umgewandelt. Bauchspeck ist immer durch Insulin hervorgerufen! Tiere mästet man nicht mit Fett, sondern mit Getreide! Ungesättigte pflanzliche Fette findet man zu Unmengen in Saatenölen. Sie sind leider sehr reaktionsfreudig und oxidieren leicht. Oxidation bedeutet Entzündung. Saatenöle erzeugen also im Körper viele Entzündungsprozesse! Tierische Fette sind länger haltbar und vitaminreich. Mit einer fettreichen kohlenhydratarmen Ernährung fördern wir den Fettstoffwechsel und die Produktion von Ketokörpern. Diese Energiepakete der Leber wirken antientzündlich und sind ein prima Brennstoff insbesondere für Herzmuskelzellen und das Gehirn. Sie werden nun als Heilsbringer gegen Alzheimer, Demenz, Autismus, Epilepsie und Migräne angesehen! Literaturtipps hierzu: Mehr Fett!, 2010 systemed, Ulrike Gonder, Dr. Nicolai Worm The Big Fat Surprise; Scribe UK 2015, Nina Teicholz The Paleo Diet, Houghton Mifflin Harcourt 2010, Loren Cordain The GAPS-Diet, Dr. Natasha Campbell-McBride

  • Eliminationsdiät

    „Beef and Water“ predigen die #Carnitarier oder #carnivore (n) in den USA. Warum? Rind ist so ziemlich das einzige Nahrungsmittel gegen das praktisch niemand eine Unverträglichkeit hat. Das liegt vermutlich daran, dass sich unsere Vorfahren mit dem fast ausschließlichen Verzehr großer Tiere in der Stein- oder Eiszeit sehr gut entwickelt haben. Wer also irgendwelche Allergien oder Unverträglichkeiten hat und diese finden möchte, der startet mal mit zwei Wochen nur Rind und Wasser! Rind liefert alle Nährstoffe, die der Körper braucht. Für zwei Wochen besteht hier keinerlei Risiko. Jeder kann das Projekt ja wieder beenden, sollte es ihm schlecht gehen. Anschließend kann man einzelne Lebensmittel dazu testen. Wie es den meisten damit ergeht, ist allerdings so wie bei mir. Sie möchten nie mehr zurück zu pflanzlichen Produkten. Das Bedürfnis ist weg. Lediglich den Kaffee behalte ich als sozialen Anker bei, um nicht immer ganz blöd daneben zu sitzen. Aber meine Gesundheit ist wichtiger als soziale Zwänge und gute Unterhaltung ist doch eigentlich der Kern des Zusammenseins. Viele #carnitarier entdecken bei der Eliminationsdiät auch Unverträglichkeiten gegenüber Eiern, Hähnchen oder Milchprodukten. Beim Schweinefleisch vertragen viele nur mehr Gepökeltes und Geräuchertes. Ich vertrage Gott sei Dank alle tierischen Produkte und was am wichtigsten ist: Sie schmecken sooooo gut!

  • „Zuviel Eiweiß schädigt die Nieren"

    Und wieder geht es um ein gängiges Thema in unserer Ernährungsratgeberwelt, dass uns die Freude am Fleisch verdirbt. So soll zu viel Eiweiß angeblich zu Nierenschäden führen. Von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung werden nicht mehr als 0,8 g Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht empfohlen. Für eine Person mit 70 kg entspricht dies 56 g reines Eiweiß. Wenn man diesen Bedarf mit Fleisch decken möchte, das aus 18 % Eiweiß besteht, dann genügen 311 g Fleisch pro Tag. Dennoch hört man in den Low Carb Kreisen häufig davon, dass ca. 2 bis 3 g pro Kilogramm Körpergewicht eingenommen werden, teilweise sogar noch mehr. Ist das denn nun schädlich? Dazu werde ich jetzt wieder eine Zusammenfassung aus Dr. Worms Buch „Syndrom X, Kapitel Tierisch gutes Eiweiß“ schreiben. Auch wenn Aminosäuren als hochaktive Substanz theoretisch toxisch werden könnten, so hat man dies bei gesunden Menschen nie bewiesen. Durch einen höheren Eiweißkonsum wächst die Niere während sie ihre Funktionsweise voll weiter ausübt. Genauso ist es ja auch mit der Lunge oder dem Herz bei Leistungssportlern. Bei kranken Menschen, die vorher schon Nierenprobleme hatten, führte eine Eiweißeinschränkung zu keiner Verbesserung. Nierenversagen tritt am häufigsten bei Diabetikern auf. Damit sind wir wieder bei dem leidlichen Thema der Kohlenhydrate und eben nicht des Eiweiß. Das Gegenteil ist sogar der Fall. Wer zu wenig Eiweiß zu sich nimmt, der stört die Funktion der Betazellen in der Bauchspeicheldrüse, was wiederum eine Vorstufe des Diabetes ist. Als Grund für diesen festgefahrenen Mythos fällt mir gerade folgende Aussage von Prof. Seyfried aus einem Podcast ein: „Pharmafirmen rechnen in den nächsten Jahrzehnten mit einem immensen Anstieg ihrer Umsätze. Eigentlich sollten sie für uns doch gute Mittel zur Verbesserung unserer Gesundheit haben. Und nur die Vorhersage eines niedrigeren Umsatzes wäre für uns eigentlich wirklich vertrauenserweckend.“

  • Fasten gegen Prediabetes!

    Fasten senkt Insulinresistenz und erhöht die Selbstheilung (Autophagie) Der Zustand des Fastens, würde ich sagen, beginnt sechs Stunden nach der letzten Mahlzeit. Dann ist der Magen vollständig geleert, Insulin ist sehr niedrig, Glucagon steigt und somit auch die Herstellung von Ketonen in der Leber. Insulin ist ja ein anaboles Hormon. Das heißt, es fördert den Aufbau von Körpermasse. Ist Insulin niedrig, findet endlich ein Abbau von Körpermasse statt. In der Ketose ist man in einem katabolen Zustand. Gleichzeitig findet aber dann endlich Autophagie statt. Das ist der Recyclingmechanismus im Körper. Zellen werden repariert. Das körpereigene Eiweiß wird in die Aminosäuren zerteilt und anschließend wiederaufgebaut. Siim Land @siimland berichtet sehr viel über den Zustand der Autophagie in seinen englischsprachigen YouTube-Videos. Demnach erreicht man viel leichter nach der Abnahme eine straffe Haut, wenn man mit längeren Fastenperioden abgenommen hat, ganz einfach, weil zwischendurch die Autophagie, also auch der Abbau des unnötigen Gewebes. Im Podcast von Dave Asprey #367  berichtet Dr. Jason Fung von Versuchen, bei denen eine Gruppe mit häufigem Essen und die andere Gruppe mit Fastenperioden, aber derselben Kalorienmenge versorgt wurden. Die erste Gruppe verbesserte ihre Insulinresistenz nicht, die zweite signifikant. „Da regelmäßiges Fasten den Insulinspiegel zuverlässig senkt, kann es die Insulinsensitivität deutlich verbessern. Diese Erkenntnis ist das fehlende Teil im Abnehmpuzzle! Die meisten Diäten schränken die Zufuhr von Nahrungsmitteln ein, die eine hohe Insulinausschüttung bewirken, gehen aber nicht auf die Insulinresistenz ein. Man nimmt zu Beginn ab, doch die Insulinresistenz sorgt dafür, dass der Insulinspiegel und der Setpoint oben bleiben.“ (S. 288 aus dem Buch „Die Schlankformel“) Der Körper baut dabei keine Muskelmasse ab. „Fett ist gespeicherte Energie, Muskulatur hingegen ist funktionelles Gewebe. Fett wird demnach zuerst verbrannt.“ (S. 291) Fasten muss man üben. Je häufiger man das Fasten übt und längere Nahrungspausen einlegt, desto schneller gelingt einem der Wechsel zur Fettverbrennung. Wer Kohlenhydrate reduziert oder gar eliminiert, dem fällt es noch wesentlich leichter. Dennoch ist Fasten für Menschen etwas Ungewöhnliches, weil es bedeutet, zu unterlassen statt zu tun. Damit kommt der Mensch nicht klar. Wenn er etwas erreichen möchte, will er immer etwas dazu tun. Es geht uns deshalb ein wenig wider die Natur. Die Religionen waren hier schon immer sehr weit in dieser Erkenntnis. Deshalb ist dort auch das gemeinsame Fasten immer integriert. Und es wird statt zu Essen meditiert oder gebetet. Diese Dinge, die nichts mit Geld ausgeben zu tun haben, machen eigentlich wirklich glücklich.

  • Depressionen

    Gestern habe ich wieder mal einen HPO Podcast gehört, der mich sehr beeindruckt hat. Dr. Ann Childers, eine Psychiaterin (www. lifebalancenw.com) hat darin berichtet, dass sie bei Patienten mit unerklärlichen Stimmungsschwankungen als Erstes einen Oralen Glucose Toleranz Test (OGTT) durchführen lässt. Denn in den meisten Fällen stellt sich bei diesen Leuten heraus, dass sie zwei Stunden nach der Glucosezufuhr einen extrem starken Unterzucker haben, der sie depressiv und lethargisch macht. Somit haben sie eine Form des Prediabetes und können diese Symptome durch eine Einschränkung auf Lebensmittel mit niedrigem glykämischem Index oder durch eine ketogene Ernährung komplett beheben. Normalerweise nimmt der Hausarzt lediglich den Nüchternblutzuckerwert auf. Dieser ist leider erst bei einer bereits weiter fortgeschrittenen Form der Diabetes auffällig. Des Weiteren, wenn sich bei diesem OGTT keine Besonderheiten zeigen, gibt die Psychiaterin Ann Childers ihren Patienten ein Gerät zur dauerhaften Glucosemessung mit (CGM Constant Glucose Monitor). Spätestens hier zeigt sich dann meist bei Patienten mit Stimmungsschwankungen bzw. bipolaren Störungen, dass eventuell auch zu einer anderen Tageszeit als nur unbedingt postprandial, ein Blutzuckertief aufkommt, welches für die schlechte Stimmung sorgt. Dies kann auch bedingt durch zu hohe Insulinausschüttungen verursacht werden. Wenn der Blutzuckerspiegel schnell durch starke Insulinausschüttungen sinkt, werden Stresshormone ausgeschüttet! (siehe auch YouTube-Video von Dr. Georgia Ede: „Unser Abstieg in den Wahnsinn“ ) Auch hier wird dann letztlich zur low carb- oder gar ketogenen Ernährung geraten, je nachdem auf welche Einschränkungen sich der Patient einlässt. Was richtige Depressionen anbetrifft, so stellt die Psychiaterin ebenfalls ihre Diagnose erst nach einer Blutentnahme. Ein Eisenmangel ist nämlich häufig die Ursache für Depressionen. Denn Eisen ermöglicht die Produktion von Serotoninen. Und dieser Eisenmangel lässt sich am besten beheben, indem man Hämeisen zu sich nimmt und nicht den üblichen Eisen(III)-Komplex, den es in Tablettenform gibt. Hämeisen bedeutet Eisen, welches in roten Blutkörperchen, sprich Hämoglobin, vorkommt. Dieses findet sich ausschließlich in rotem Fleisch oder in der Leber sämtlicher Tiere. Weitere Blutmarker sind der Folat- (B9 und B11) oder der Vitamin-B12-Wert sowie die Rate an Omega-3-Fettsäuren. Alles nur in tierischen Produkten zu finden. Dr. Ann Childers behauptet, ihre Patienten auf diese Weise nicht sehr oft zu sehen, da sich die Probleme durch diese Ernähungstipps sehr schnell in Luft auflösen. Die Notwendigkeit psychologischer Pharmaka ist somit auch nichtig. Ein toller, vielversprechender Ansatz, finde ich. Schade wiedermal, dass sich diese Kunde, hauptsächlich in Deutschland, obwohl so logisch nachvollziehbar, überhaupt nicht durchsetzt. Wir sind doch alle Opfer eines getriebenen marktwirtschaftlichen Gesundheitssystems! Wer diesen Podcast nachhören möchte, findet ihn unter www.humanperformanceoutliers.libsyn.com, Episode 117.

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